Informationen vom AStA

AStADer AStA hat uns gebeten, Sie auf folgende Termine aufmerksam zu machen. Die redaktionelle Verantwortung für diesen Beitrag liegt beim AStA.


Waldbesetzung im Hambacher Wald – Leben in Baumhäusern im Kampf gegen Klimawandel und staatliche Repression

04.12., 18 Uhr, ZHG 105

Der Hambacher Wald ist besetzt! Seit über fünf Jahren leben Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung im Wald am Rand des Tagebaus Hambach um, die Ausbreitung der Braunkohle als größte CO2-Quelle Europas zu stoppen. Mit unserem Vortrag möchten wir allen interessierten, einen Einblick in das Leben der Besetzer*innen geben und aufzeigen, mit welchen skrupellosen Mitteln RWE, unterstützt durch staatliche Repression, den Kohleabbau auf Kosten der Gesellschaft vorantreibt.

 

Melanie Babenhauserheide: Harry Potter (be)zaubert die Welt, wie sie ist. Ideologie und Widersprüche der Kulturindustrie

05.12., 17 Uhr, ZHG 009

Kulturindustrie, die warenförmige Organisation von Freizeit und Erfahrung, dient der Funktion, die Wünsche und Sehnsüchte der Einzelnen auf der einen Seite und auf der anderen Seite die verfestigten, ihnen entzogenen gesellschaftlichen Verhältnisse miteinander zu verkitten, indem sie uns Bestätigungen von Herrschaftsverhältnissen anbietet, die diesen Wünschen entgegenkommen.  Im Vortrag wird der Kulturindustrie beispielhaft anhand der Ideologie der Harry Potter-Romane nachgegangen.

 

Filmvorführung: Unmarried at 27: Meet China’s ‚Leftover Women‘

06.12., 19 Uhr

China is home to a fifth of the world’s women whose status as equals is dwindling. Domestic violence rates in the country have soared, martial rape is not considered a crime, those who dare to call themselves feminist activists are being detained by the government, and unmarried women older than 27 are commonly referred to as „leftover women.“ To find out what lies behind the drastic shift in women’s social status in China, we track down feminist scholar and „iron girl“ Wang Zheng and spend a day with one of China’s so-called leftover women.

 

Tanjev Schulz: Blutschwüre und Feuerkreuze. Der Ku-Klux-Klan in Deutschland.

11.12., 19 Uhr, ZHG 004

Der Geheimbund hat eine lange Geschichte der Hetze und der Gewalt – und das auch Deutschland. Zwar ist der Ku-Klux-Klan hierzulande nie so groß und gefährlich geworden wie in den USA, aber seit der Weimarer Republik hat es immer wieder Versuche gegeben, ihn auch in Deutschland aufzubauen. Tanjev Schultz berichtet von unheimlichen Verbindungen: einer Internationale des Hasses und den Verwicklungen von Beamten und V-Männern in den rassistischen Geheimbund.

Matthias Quent: Fundamentalismus, Hassgewalt und Rechtsterrorismus

12.12., 18 Uhr, ZHG 006

In den vergangenen Jahren ist in Thüringen und Deutschland die Zahl von Gewalttaten und Anschlägen gegen Minderheiten stark angestiegen. Die Differenz zwischen den behördlichen, öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Bewertungen und Einordnungen von solchen Straftaten weist auf ein Spannungsfeld hin: Wann sind Taten Amok, politisch motiviert, vorurteilsgeleitet oder gar terroristisch? Bei der Veranstaltung werden internationale Fallstudien, Konzepte und Argumente der Auseinandersetzung mit Hassgewalt und Rechtsterrorismus diskutiert.

Andreas Kemper: Arbeiter*innenkinder aller Länder, vereinigt euch! – Vortrag zur Bildungsbenachteiligung

13.12., 18 Uhr, ZHG 102

Arbeiterkinder aller Länder, vereinigt euch!

Dass das Bildungssystem Menschen mit sogenannter „niederer Herkunft“ diskriminiert, wird immer wieder aus Neue festgestellt. Politisch könnte sich nun etwas ändern: Der Dritte Antidiskriminierungsbericht bietet eine Steilvorlage, denn erstmals wird ausführlich Soziale Herkunft thematisiert; Schule mit Courage / Schule ohne Rassismus hat ein Themenheft „Klassismus. Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft“ vorgelegt; und vielleicht kommt es bei Arbeiterkind.de mit seinen 75 Ortsgruppen zum Umschlag von der Quantität in die Qualität – es wäre zu begrüßen, wenn Arbeiterkind.de zum zehnjährigen Jubiläum politisch aktiv werden würde. Im Vortrag wird der „Klassismus“ der Bildungsbenachteiligung vorgestellt und es wird diskutiert, wie gegen diese Diskriminierung vorgegangen werden könnte.

 

Kreuzfahrtschiffe (k)entern! Gegen Ausbeutung und Klimawandel

14.12., 18 Uhr, ZHG 009

Die Kreuzfahrtindustrie boomt, jedes Jahr kommen mehr der Riesenschiffe dazu. Unter Deck: Ausbeutung von Mensch und Umwelt. Mit der Dokumentation „Kreuzfahrt undercover“ und einem Vortrag wollen wir die sozialen und ökologischen Schattenseiten der Kreuzfahrtschifffahrt aufzeigen und anschließend über die Problematik diskutieren.

 

Jana Pasch: Zwischen Privatisierung, Protest und Promille. Eine ethnographische Stadtforschung zu Konflikten und Images des Vergnügungsviertels Hamburger Reeperbahn

18.12., 18 Uhr, ZHG 001

Die Reeperbahn auf St Pauli ist weltweit bekannt und gilt als eine der Hauptattraktionen Hamburgs. Die Aushandlungen darum ‚was‘ und ‚wie‘ die Reeperbahn und St. Pauli sein sollen, sind dabei ein umkämpfter Prozess mit verschiedenen konfligierenden Interessen. Der Vortrag beleuchtet neben diesen Konfliktlinien und ihren Akteur*innen die Bestrebungen zur Aufwertung des Stadtteils und die Proteste, die sich daraus ergeben.

 

Lexi Heinrich: PorYes! Feministische Konzepte in der Pornografie

20.12., 19 Uhr, ZHG 005

Die Pornoindustrie ist stark von sexistischen Darstellungen geprägt. Frauen* werden häufig als passive Objekte gezeigt, die wie selbstverständlich die männlichen Wünsche und Fantasien bedienen. Männer* werden auf unsensible, irreale Dauerständer reduziert. Die feministische Bewegung schafft hier seit Jahrzehnten aktiv Alternativen und produziert lust- und powervolle Pornografie abseits von normativen Gendergrenzen und diskriminierenden Bodyshapes.

 

Helga Hansen: Hate-Speech und feministische Gegenwehr im Netz

21.12., 18 Uhr, ZHG 002

Von den Slutwalks bis #Aufschrei haben feministische Aktivist_innen dank des Internets viel bewegt. Gleichzeitig organisieren sich anti-feministische Kräfte über das Netz. Zu ihren Taktiken gehören Beleidigungen, Todesdrohungen oder Vergewaltigungsphantasien. Die Gegenwehr ist schwierig, da die so ausgeübte Gewalt bis heute oft unterschätzt wird.

 

Christoph Lammers: Alles Mörder außer Mutti – Christliche Lebensschützer_innen auf dem Vormarsch

08.01., 19 Uhr, ZHG 004

Vordergründig geht es Abtreibungsgegner_innen um den Schutz des ‚ungeborenen Lebens‘ sowie um den Erhalt von Familie und Traditionen. Tatsächlich jedoch verbirgt sich hinter dieser bürgerlichen Fassade ein menschenfeindliches Weltbild, in dessen Mittelpunkt die Durchsetzung eines christlich-konservativen Wertesystems steht. Der Vortrag wirft einen kritischen Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre und diskutiert anhand aktueller Beispiele die Konfliktfelder und Folgen für die Gesellschaft.

 

Marion Näser-Lather: Vorsicht vor den Gender Studies! Antifeministische Diskursivierungen einer Fachdisziplin in Äußerungen von Wissenschaftler*innen

10.01., 18 Uhr, ZHG 005

Glaubt man einigen Hochschullehrer*innen, so geht ein Gespenst an deutschen Universitäten um: Eine „pseudowissenschaftliche“ „Frau-gleich-Mann-Ideologie“, vulgo, das Fach Gender Studies, unterwandert den Wissenschaftsbetrieb und bringt nicht nur die Akademiker*innenzunft in Misskredit, sondern gefährdet auch die gesamte Gesellschaft. Welche Hintergründe haben solche verschwörungstheoretisch anmutenden Zuschreibungen? Der Vortrag gibt eine Analyse der Äußerungen unterschiedlicher Wissenschaftler*innen zu den Gender Studies.

 

Denise Bergold-Caldwell und Barbara Grubner: „Sexismus als Modernisierungsrückstand? Über den Zusammenhang von Ethnisierung und Antifeminismus“

11.01., 18 Uhr, ZHG 002

Geschlechterungleichheit und Sexismus werden dabei immer stärker als Probleme „kulturell Anderer“ (besonders muslimischer Personen) gefasst und in einen Gegensatz zu europäisch-westlichen Selbstbeschreibungen der vermeintlich verwirklichten Geschlechtergleichheit und sexuellen Freiheit gebracht. Der Vortrag  fragt danach, auf welche Weise in diesen Debatten eine neue Version der Verschränkung von Antifeminismus, Sexismus und Rassismus zum Ausdruck kommt und wie die Narrative von Sexualität, Geschlecht, Kultur und Freiheit darin verhandelt werden.

 

Julia Scholz: Queertheoretisch biologisches Geschlecht auseinandernehmen

12.01., 16 Uhr, ZHG 003

Was war nochmal „Dekonstruktion von biologischem Geschlecht“? Was können uns Naturwissenschaften darüber (nicht) sagen? Warum sind Geschlechterkategorien keine „Fakten“, wo es doch vielen Menschen so „natürlich“ vorkommt? Dieser Vortrag ist eine Einführung in das queer(end)e Auseinandernehmen vom sogenannten biologischen Geschlecht in unserer Kultur.