Grußwort der Präsidentin

Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen Foto: Christoph Mischke
Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen
Foto: Christoph Mischke

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

Ende September durften wir uns über den Erfolg von vier Clusterskizzen in der Exzellenzstrategie freuen – das ist ein schöner Erfolg für unsere Universität. Allen, die daran mitgearbeitet haben, gilt mein Dank. Bis zum Februar 2018 schreiben wir nun Vollanträge für die Cluster, mit denen wir uns noch einmal dem Wettbewerb stellen. Parallel arbeiten wir an der Gesamtstrategie der Universität, um dann Ende 2018 einen Antrag auf den Status der Exzellenzuniversität stellen zu können. Das wird möglich sein, wenn wir in der zweiten Runde mit mindestens zwei Clustern erfolgreich sind.

Erfolgreich waren wir auch mit unserem Nachwuchskonzept im Nachwuchspakt des Bundes. Das bedeutet, dass die Fakultäten zum 1. Dezember 2017 zwanzig neue Junior- oder W2-Professuren mit „tenure track“ ausschreiben können – eine Chance für den wissenschaftlichen Nachwuchs und ein Gewinn für Forschung und Lehre.

Es sind also spannende Zeiten für die gesamte Universität, und ich würde Sie gerne alle mitnehmen auf dem Weg in die Zukunft. Haben Sie sich schon einmal das Leitbild der Universität angesehen? Stellt es auch für Sie eine richtige Orientierung dar? Oder sollten wir es überarbeiten? Vielleicht haben Sie aber auch ganz andere Ideen für die Zukunft unserer Universität? Ich würde mich freuen, wenn Sie uns Ihre Gedanken mitteilen, gerne per E-Mail unter pressestelle@uni-goettingen.de.

Gestern haben wir mit der Immatrikulationsfeier die neuen Studierenden dieses Jahres begrüßt. Zum Wintersemester 2017/2018 kommen 5.700 junge Leute neu an unsere Universität. Wir erreichen damit wohl wieder die Zahl von insgesamt mehr als 31.000 Studierenden. Die musikalische Begrüßung erfolgte durch das Universitätsorchester, das dieses Jahr 30 Jahre alt wird, und den Universitätschor, die „Stillen Hunde“ führten elegant durch das Programm der Veranstaltung – ein gelungener Auftakt des Semesters.

In Göttingen ist in diesem Herbst wieder viel los, so dass Sie auch in unserer „kleinen“ Stadt keine Langeweile haben müssen. Der Literaturherbst bietet in diesen Tagen die mit der Universität geplante Reihe „science & arts“, die Max-Planck-Institute zeigen, wie „Wissen Literatur schafft“, und darüber hinaus gibt es natürlich viele verschiedene andere Angebote zum Zuhören und Genießen.

Alle, die sich über die Literatur hinaus Gedanken machen zur Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft, lade ich ein, zur Konferenz „In Publica Commoda – Die Verantwortung der Wissenschaft zur Aufklärung der Gesellschaft“ vom 17. bis 19. November 2017 zu kommen. Verschiedene Expertinnen und Experten werden zu diesem Thema Stellung beziehen, und wir werden viel Zeit zur Diskussion haben.

Am Montag, 6. November 2017, hält im Rahmen der Adam-von-Trott-Lecture Marianne Birthler im Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa einen Vortrag zum Thema „Erinnern und Gedenken – eine europäische Aufgabe“. Marianne Birthler hat durch ihre Tätigkeit als ehemalige Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik einen tiefen Einblick in Fragen der Erinnerung zu einer wichtigen Phase der deutschen Geschichte.

Das „Forum Wissen“ geht endlich in die Bauphase. Wer Interesse an diesem Projekt der Universität hat, sollte am Sonntag, 22. Oktober 2017, zum Beginn der Umbauphase in die Zoologie kommen, wo mit vielen Aktivitäten ab 14 Uhr der Start der Kampagne „Ich will’s wissen“ gefeiert wird und wo Sie letztmals die alten Räume der Zoologie ansehen können. Und schauen Sie dann auch mal in der Stadt, wo Sie die „blaue Brille des Wissens“ sonst noch finden. Diese soll ein Markenzeichen der Kampagne werden.

Wir alle sind gespannt, wie sich die Fraktionen im Niedersächsischen Landtag in Hannover zusammenfinden. Für uns ist wichtig, dass es nicht zu lange dauert und sich bald eine Koalition findet, die sich für Bildung und die Universitäten einsetzt. Wir brauchen die Unterstützung des Landes für die Exzellenzstrategie, in der wir erfolgreich sein wollen.

Sicher gibt es für Sie aber auch ganz persönliche Herausforderungen im kommenden Semester, für die ich Ihnen ganz viel Erfolg wünsche.

Ihre

Ulrike Beisiegel