Nachhaltigkeitskonferenz: Gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft

„In Publica Commoda“ – zum Wohle aller – steht auf der Gründungsmedaille der Universität Göttingen. Hieran knüpft die diesjährige Konferenz der Reihe „Wissenschaft für Frieden und Nachhaltigkeit“ vom 17. bis 19. November 2017 an. Die Universität Göttingen, die Stiftung Adam von Trott und die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler laden Studierende, Forschende und Interessierte aus Politik und Öffentlichkeit ein, gemeinsam über die Verantwortung der Wissenschaft zur Aufklärung der Gesellschaft zu diskutieren.

Frieden und Nachhaltigkeit sind zwei wichtige Problemfelder in Gegenwart und Zukunft. Ziel der Konferenz ist es, gemeinsam Handlungsfelder und Aufgaben zu benennen, die sich aus der Verantwortung von einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ergeben. Auch die Universitäten sollen sich aktiv an der Gestaltung von Gesellschaft beteiligen. „Wissenschaft muss sich vor allem der Suche nach der Wahrheit verpflichtet fühlen. Dafür benötigen wir Zeit und Raum für einen offenen, transparenten und interdisziplinären Diskurs“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. „Als Universität bilden wir die zukünftigen Fach- und Führungskräfte aus und müssen ihnen Verantwortungsbewusstsein mit auf den Weg geben.“

Die Konferenz wird am Freitag, 17. November, um 19 Uhr eröffnet. Dann spricht unter anderem Prof. Dr. Ran Hirschl, Humboldt-Professor an der Universität Göttingen. Der Sonnabend steht im Zeichen gemeinsamer Diskussionen darüber, wie der Transfer von Wissen in die Gesellschaft gestaltet werden kann, wie Wissenschaft kommuniziert werden muss und welche Ansprüche und Herausforderungen sich für die Forschung aus gesellschaftlichen Diskursen ergeben. In einem öffentlichen Streitgespräch am Sonnabend diskutieren ab 19.30 Uhr Universitätspräsidentin Beisiegel und Prof. Dr. Hans-Jörg Rheinberger, ehemaliger Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin. Das Gespräch moderiert Dr. Ulrike Bosse von NDR Info.

Am Sonntagvormittag zeigen zunächst zwei Vorträge aus dem Bereich der Friedensforschung Transferprozesse von Wissen in die Gesellschaft auf. Danach werden die aufgeworfenen Fragen und Ergebnisse der Konferenz in einer abschließenden Podiumsdiskussion aufgegriffen.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung sind unter www.uni-goettingen.de/nachhaltigkeit zu finden.