Universität Göttingen nimmt am Diversity Audit des Stifterverbandes teil

diversity_auditDie Universität Göttingen hat sich erfolgreich für das Diversity Audit des Stifterverbandes beworben. Gemeinsam mit zehn weiteren Hochschulen (darunter die Universität zu Köln sowie die Universitäten Nürnberg-Erlangen, Hamburg und Vechta) wird sie in den kommenden zwei Jahren einen begleiteten Organisationsentwicklungsprozess durchlaufen. Ziel des Audits ist es, die Hochschulen bei der Entwicklung eines Arbeitsumfeldes zu unterstützen, das Studierende und Beschäftigte zu guten Studien und Arbeitserfolgen befähigt. Die Universität Göttingen strebt danach, die Prozesse und Strukturen in Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung, aber auch ihre Hochschulkultur so weiterzuentwickeln, dass sie der Diversität von Studierenden und Beschäftigten Rechnung tragen.

Noch immer orientieren sich viele Hochschulen an einer vermeintlichen Normalität – Studierenden deutscher Herkunft, die unmittelbar nach dem Schulabschluss ein Vollzeitstudium aufnehmen und dieses als Lebensmittelpunkt betrachten, oder Forschenden, die sich ohne Einschränkung von zeitlichen Ressourcen durch familiäre oder Pflegeaufgaben der wissenschaftlichen Tätigkeit widmen. Dabei sind Abweichungen von dieser vermeintlichen Norm immer weniger die Ausnahme als vielmehr die Regel.

Hochschulen sind herausgefordert, Strukturen, Angebote, Instrumente und Maßnahmen so zu konzipieren, dass Hochschulzugang und Studienerfolg nicht von der kulturellen oder sozialen Herkunft der Studierenden, ihrem Bildungs- und Erfahrungshintergrund oder ihren Lebensumständen abhängen. Auch um weiterhin für Beschäftigte im wissenschaftlichen und wissenschaftsunterstützenden Dienst attraktiv zu bleiben, sind Hochschulen gefordert, sich weiterzuentwickeln.

Das Diversity Audit „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes begleitet und berät die Hochschulen dabei, eigene Entwicklungsziele zu formulieren und diese mit passenden Strukturveränderungen und Maßnahmen zu verfolgen. Das Audit verschränkt Elemente der Organisationsentwicklung mit kollegialer Beratung und externer Begleitung. Moderierte Reflexionen und Gespräche mit allen Beteiligten und potenziellen Anspruchsgruppen (Hochschulleitung, Studierende, Beschäftigte) begleiten und fördern den Prozess innerhalb der Hochschule. Das Audit endet mit einer Zertifizierung im Herbst 2018.

Nach der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt im Juni 2015 und der Berufung einer Vizepräsidentin, die auch für Gleichstellung und Diversität zuständig ist, geht die Universität damit einen nächsten Schritt in Richtung einer Organisationsstruktur und -kultur, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung aller geprägt ist.

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