Ausstellung „on/off. Vom Nobelpreis und den Grenzen der Wissenschaft“

hell-geschenkMit einer Sonderausstellung im Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa würdigt die Universität Göttingen die wissenschaftliche Leistung von Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell. Anknüpfend an sein Beispiel gibt es zahlreiche Einblicke in das Wissenschaftssystem. Die Ausstellung „on/off. Vom Nobelpreis und den Grenzen der Wissenschaft“ wird ab 11. Dezember 2016 für die Dauer von sechs Monaten zu sehen sein.

Die Besucherinnen und Besucher können eintauchen in die Nobel-Woche im Dezember 2014 in Stockholm mit Vorlesung, Preisverleihung und Bankett. Davon ausgehend präsentiert die Ausstellung Grundlagen, Ergebnisse und Folgen von Hells bahnbrechender Forschung auf dem Gebiet der Lichtmikroskopie. Dem Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Honorarprofessor für Experimentalphysik an der Universität Göttingen ist es als Erstem gelungen, die von Ernst Abbe im 19. Jahrhundert postulierte Auflösungsgrenze in der Lichtmikroskopie radikal zu überwinden. Mit seinem STED-Verfahren werden winzige Strukturen oder Details in lebenden Organismen sichtbar – durch das An- und Ausschalten von Molekülen. Dieses Grundprinzip greift der Titel der Ausstellung auf.

Darauf aufbauend öffnet die Ausstellung prinzipiell den Blick auf Wege und Grenzen in der Wissenschaft. So erzählen Göttinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und Institutionen, wie man es zum Top-Wissenschaftler bringt und welche Wege, Irrwege und Umwege dabei bewältigt werden müssen. Sie sprechen auch über die Motivation für immer neue Versuche, über Bedingungen, die innovative Forschung fördern oder hemmen, sowie über Grenzen der Erkenntnis in verschiedenen Disziplinen. Die Ausstellung thematisiert auch, welche gesellschaftlichen Erwartungen mit der Verleihung des Nobelpreises verbunden sind.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung, den Öffnungszeiten und zum Begleitprogramm sind unter www.uni-goettingen.de/on-off zu finden.